133-3376_IMG
 
 
Umbau auf Passatmaschine

Der Kübel bei der ersten längeren Fahrt, die eigentlich nach Hannover zum Maikäfertreffen 2003 gehen sollte, endete auf dem Transportanhänger:

Es fing am 30.04.03 früh morgens an, als mir der Duschkopf beim Abnehmen von der Stange abbrach und ich mich nur mit dem Strahl aus dem Schlauch duschen mußte. Um ca. 14 Uhr startete ich mit Kübel & Leiche gen Hessisch Oldendorf. In HO fand eine Party zur Einstimmung auf das Maikäfertreffen statt. Am Tag vorher hatte mir Felix (Mainzer Schrauberprominenz ;-) ) die Zündung von meinem Wasserschlampenumbau eingestellt und meinte noch, daß der Motor die Fahrt wohl aushalten werde. Und das tat er auch. Von Mainz aus ging es also auf die Autobahn, da der Motor etwas warm wurde - vermutlich läßt das Lochblech meiner seitlichen Lufthutze zu wenig Luft durch - ließ ich einfach meine Motorklappe über dem Motor während der Fahrt offen und hatte damit eine gesunde Motortemperatur. Bei der Abfahrt von der Autobahn in Höhe Wetzlar, wo ich noch Teile für den Fusseltuning-Teilemarkt auf dem Maikäfertreffen bei Kollege Monsterbacke abholen sollte, konnte ich dann zum Abbremsen kaum in den dritten Gang runterschalten. Angehalten, nachgesehen und da sich die Schraube des Kupplungszuges einfach so drehen lies, vermutete ich mal, daß es am Kupplungszug lag. Notdürftig nachgezogen und weiter bis Wetzlar. Dort fing es dann langsam mal an, aus dem Motorraum zu stinken. Gänge waren kaum noch zu finden und das nur mit brachialer Gewalt.

Motor abkühlen lassen und mit dem Kupplungszug gespielt, keine Besserung. Also ADAC angerufen. Gleichzeitig rief ich tom (einer der Webmaster des Bugnets und Mitorganisator der Party in Hessisch Oldendorf) an, da ich schon einmal anmerken wollte, daß ich technische Probleme habe und es später werden könnte. Ich hatte wichtige Sachen für die Bühnengestaltung des Maikäfertreffens in Hannover on Board, die eigentlich auch schon auf der Party in HO eingesetzt werden sollten. Telefonorgie und dann stand schonmal fest:
  • niemand fuhr die Strecke nach Hessisch Oldendorf und hätte etwas mitnehmen können
  • Niemand konnte mich auch von Wetzlar nach Mainz bringen, um meine Alltagsschlampe zu holen.
Wen es wundert, warum Kollege Monsterbacke nicht half: Er war bereits in Kassel und hatte dort zu tun. Der ADAC bestätigte, was ich selbst auch diagnostiziert hatte: Getriebe am Sack. Ende Gelände.

Irgendwie bekam ich einen ans Rohr, der mich zumindestens mal aus Frankfurt abholen würde, also zum Bahnhof in Wetzlar, Karte geholt und auf den Zug nach Frankfurt gewartet. Mit ein paar Minuten Verspätung fuhr der um 18.10 Uhr in Wetzlar ab und sollte um 19.06Uhr in FFM sein. Pustekuchen. Aus Gründen, die nicht im Zug durchgesagt wurden, fuhr der Zug einen Umweg über Hanau und kam 29.50 Uhr in FFM an. Mein Freund wartete glück- licherweise dort und fuhr mich auch direkt zu meinem Passat, der nochmals 40km südlich von Mainz in meiner Schrauberscheune stand.

Auf die Piste und GAS.
In Wetzlar war ich dann etwa um halb 11. Autos umladen, Leiche anhängen und weiter unter ignorieren sämtlicher Geschwindigkeits- vorschriften - eigentlich schon fast Glück, das der Passi nur 90PS hat. Kurz vor Bielefeld dann die nächste Panne: Sprit alle. Zur Erklärung sei gesagt: Bei meinem Passi funzte die Tankanzeige noch nie und Vollgas mit Anhänger braucht nunmal etwas mehr Sprit. Hatte gedacht bzw. gehofft, daß der Sprit soweit reicht.

Reservekanister hat man bei kaputter Tankanzeige logischerweise dabei. Kanister einfüllen, zur nächsten Tanke, ...

Kurz nach 3 Uhr komme ich zu der Party in HO - Party? Da stand so ne Puckkolonie, das Tor war zu und nix war mit Feierabendbier. Alles schlief, ich einen Mörderbrand und nix mehr dabei. Ich bin noch ein wenig rumgelaufen, aber da ich niemanden mehr fand, der mir etwas trinkbares geben konnte, habe ich versucht im Auto ein wenig zu schlafen - Leiche war ja voll mit Teilen.

Etwas mehr als ne Stunde später, weckte mich ein gewisser DL, der erste Sichtkontakt mit dem Bugnet, soweit ich schon was erkennen konnte. Halb 5 am morgen - kurz darauf kam auch tg, dem ich endlich meine kostbare Fracht übergeben konnte. Allgemeiner Aufbruch in HO und ab nach Hannover. Dort Teilemarkt den ganzen Tag verkauft bzw. mal verkauft, mal den Pavillon gegen Wind & Wetter verteidigt.

Wer hat eigentlich diese Drecksschauer bestellt gehabt? Das war ja WI-DER-LICH

Gegen Abend - ich hatte eigentlich außer unserem Stand und einem Dixi-Häuschen nix vom Treffen mitbekommen - Abbau, natürlich kam genau dann noch einer der fiesesten Schauer, nicht daß wir irgendetwas trocken nach Hause bekommen.
Von Hannover nach Wetzlar, dort habe ich die Leiche abgekoppelt und den Transportanhänger, den Peter eigentlich für einen anderen Zweck angemietet hatte, angehängt und zu zweit den Kübel aufgeladen. Ab nach Freimersheim bei Alzey in meine Schrauberscheune. Abladen war nicht sooooo lustig, da sich der eingelegte (wohl der vierte) "Dauergang" nicht herausnehmen lies. Erst probiert und schließlich auf den Trichter gekommen, mit einem Vierkantrohr das Kupplungspedal "getreten einzuklemmen".

Zurück nach Mainz, Abstellplatz für den Hänger gesucht und gefunden und ab nach Hause. Das war dann so kurz nach Mitternacht. Am nächsten Morgen war ich dann wieder in Wetzlar und habe die Anhänger ausgetauscht und die Leiche nach Mainz gebracht. Und damit war die Odysee, auf die ich gerne verzichtet hätte, beendet....

© Copyrights an allen Bildern bei KLE.
Fusseltuning rulez!

Erstellt am 12.5.2003